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CDU-Generalsekretär Mario Czaja kritisiert Debatte um Kanzlerkandidaten
CDU-Generalsekretär Mario Czaja kritisiert Debatte um Kanzlerkandidaten
Berlin. Der CDU-Generalsekretär Mario Czaja will derzeit keine Debatte über den nächsten Kanzlerkandidaten seiner Partei. „Ich verstehe das mediale Interesse, jetzt über einen Kanzlerkandidaten der Union zu spekulieren“, sagte er im Gespräch mit dem Berliner Nachrichtenmagazin FOCUS. „Wir befassen uns mit diesem Thema dann, wenn es wirklich auf der Agenda steht: im Spätsommer 2024.“ Zunächst konzentriere man sich auf Inhalte. „Das haben alle in der Partei betont.“ Kurz vor dem Kleinen Parteitag der CDU hatte Hendrik Wüst mit einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Debatte um den nächsten Kanzlerkandidaten der Union ins Rollen gebracht.
Der unionsinternen Debatte um Kulturkämpfe erteilte Czaja ebenfalls eine Absage. „Ich rate uns allen, nicht nur in meiner Partei, einen vermeintlichen Kulturkampf nicht herbeizureden“, so der Generalsekretär. Die Ablehnung des Gendersternchens begründe einen „solchen Kulturkampf sicherlich noch nicht“.
Kritik an der Union hatte es zuletzt auch für einen Auftritt der ehemaligen Olympionikin und Bundespolizistin Claudia Pechstein gegeben, die auf dem Grundsatzkonvent der Partei eine umstrittene Rede gehalten hatte. „Wenn wir den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen, dann können wir vorab keine Maulkörbe verteilen“, sagte Czaja nun dem FOCUS.
Unter anderem wurde Pechstein dafür kritisiert, ihre politische Rede in Uniform gehalten zu haben. „Unseres Wissens hat sie eine Genehmigung zum Tragen der Uniform bei öffentlichen Auftritten“, so Czaja. Die CDU gebe keinem ihrer Gäste „eine Kleiderordnung“ vor.
